Kirche St. Marien

Karlshorst - Gundelfingerstr. 36 | 10318 Berlin

Nachdem Karlshorst und Friedrichsfelde anfangs eine Pfarrei bildeten, wurde aufgrund der ständig wachsenden Zahl der Katholiken auch St. Marien in Karlshorst selbständige Pfarrei.

Zunächst diente der heutige Gemeindesaal im Pfarrhaus als Kapelle. Am 6. Dezember 1936 konnte dann die neue Kirche geweiht werden. Die Kirche St. Marien (Unbefleckte Empfängnis) ist ein denkmal­geschützter Bau in neoromanischen Formen aus den Jahren 1935 bis 1937. Das mächtige vierstimmige Geläut, das mit eingebaut wurde, erklang allerdings nur kurz: Die Nationalsozialisten holten die drei schwersten Bronzeglocken vom Turm. Sie blieben nach dem Krieg verschwunden. Die kirchliche Weihe erfolgte am 27. Juni 1037 durch Bischof Konrad Graf von Preysing. 

Im April 1945 traf eine Granate das Kirchdach und explodierte in der Holzbalkendecke, ohne jedoch größere Schäden anzurichten. Da der Stadtteil Karlshorst nach 1945 Sitz der sowjetischen Kommandantur wurde, konnte die Gemeinde längere Zeit weder über die Kirche noch das Pfarrhaus verfügen. Durch Soldaten der Roten Armee verwüstet und ausgeplündert wurde die Kirche am 1. Januar 1950 der Pfarrei wieder übergeben und mit Herzblut sowie hoher Spendenbereitschaft von Gemeindemitgliedern hergerichtet.

Nach der Wiedervereinigung konnte aufgrund einer großzügigen Spende eine zweite Glocke gegossen werden.

Auch schmücken seit 1993 neue Altarraumfenster in farbiger Glasmalerei der Berliner Künstlerin Helga Lingnau-Sachs die heute denkmalgeschützte Kirche. Sie tragen die Widmung „Bernhard Lichtenberg zu Ehren“. Der spätere Dompropst von St. Hedwig war der erste Seelsorger der Karlshorster Gemeinde.

2017 wurde eine große gebrauchte Orgel der Firma Gebr. Stockmann Orgelbau eingebaut.

2003 wurde die Karlshorster Pfarrei als selbständige Einheit aufgelöst und mit der Pfarrei Zum Guten Hirten zusammengelegt.